23. Oktober 2016 von Reiner Ugele

Focus Stacking mit Adobe Photoshop CC

Fotomotive im Herbst – Pilze mit Focus Stacking fotografieren

Wenn der Herbst Einzug in die Lande hält und das Wetter kälter und feuchter wird, so ist es wieder soweit. Die Pilze sprießen aus dem Boden. Im Herbst gibt es dann jegliche Formen und Farben zu finden, so eine Art Motiv-Explosion für jeden begeisterten Naturfotografen. Egal ob für die Aufnahmen ein Makro- oder ein Teleobjektiv für die Pilz-Fotografie verwendet wird, es wird immer ein bestimmtes Problem geben. Wird ein Objekt oder werden Objekte nahe aufgenommen, so gibt es nur einen bestimmten Bereich der scharf abgebildet wird. Alles außer diesem Bereich liegende verfließt in die Unschärfe.

Wenn das Motiv durchgehend scharf fotografieren werden soll, so wird dies mit einer einzelnen Aufnahme nicht funktionieren. Selbst abblenden würde zu keinem besseren Ergebnis führen. Aber um diesem Problem entgegen zu wirken, kann man die Methode des sogenannten „Focus Stacking“ anwenden. Was genau hinter dem Thema Focus Stacking steckt, wird nun im diesem Beitrag genauer erklärt.

Das Prinzip von Focus Stacking kurz erklärt

Unter dem Begriff Focus Stacking versteht man eine Reihe von Aufnahmen von einem einzelnen Motiv, bei dem unterschiedliche Fokuspunkte gesetzt wurdenDiese Aufnahmen werden später mittels einer Bildbearbeitungssoftware (wie zum Beispiel Photoshop) zu einem Bild zusammengesetzt. Dabei werden nur die scharfen Bereiche der jeweiligen Aufnahmen genommen und diese als Komposition zu einem scharfen Bild zusammengerechnet. Es mag sich vielleicht etwas kompliziert anhören, aber es ist im Prinzip recht einfach, so eine Aufnahme zu erstellen. Auf alle Fälle braucht man viel Geduld, ein ruhiges Händchen und keinen starken Wind. Wer aktive/r Makrofotograf/in ist oder sich schon mit dem Thema Makrofotografie auseinander gesetzt hat, der kennt diese Situation zu nur gut. Der Wind ist und bleibt der Erzfeind jeder Makroaufnahme!

Die Ausrüstung für das Focus Stacking

Wer eine Focus Stacking Aufnahme erstellen will, der braucht auch die richtige Ausrüstung dazu. Mit einem stabilen Stativ, einem Makro-Objektiv und einem Kabelauslöser lassen sich schon ohne weiteres solche Fotografien erstellen. Wichtig ist vor allem, dass das Stativ stabil steht und die Kamera nicht während der Aufnahme verrutscht. Dann es ist der wesentliche Punkt eines Focus Stacks, dass eine identische Aufnahmereihe erstellt wird, bei der nur der Fokus versetzt wird.

Bei der Technik des Focus Stackings wird generell manuell fotografiert. Dies bedeutet, dass der Autofokus (AF) ausgeschaltet bleibt und nur über den Fokusring am Objektiv (manuell) scharf gestellt wird. Es gibt auch noch eine Alternative, die etwas bequemer ist. Mittels einer Makroschiene wird dabei die ganze Kamera verschoben und das manuellen drehen am Fokusring am Objektiv entfällt dabei. Mit dieser Makroschiene lassen sich dann feinere Fokus-Bereiche einstellen. Auch die Gefahr, dass die Kamera in ihrer Postion verrutscht oder durch das Einstellen beginnt zu schwingen schwingt, verringert sich damit deutlicher.

Im Endeffekt ist es jedem selber überlassen mit welcher Technik bzw. Ausrüstungsgegenstand er eine Focus Stacking-Methode erstellt. Eine Makroschiene ist sicherlich ein sinnvoller Ausrüstungsgegenstand, welcher früher oder später mit in das Portfolio aufgenommen werden sollte. Aber Focus Stacking funktioniert auch ohne so eine Schiene. Jedenfalls ist es wichtig, dass ein Kabelauslöser verwendet wird. Jede Schwingung kostet entweder zusätzliche Zeit, bis die Kamera wieder in Ruhe kommt oder es geht massiv zu Lasten der Bildqualität. Eine einfache Ausführung eines Kabelauslöser reicht für solche Aufnahmen vollkommen aus.

Die Technik beim Focus Stacking

Die hier beschriebene Technik ist meine persönliche, die ich bei meinen Makro-Focus Stack-Aufnahmen seit Jahren bei Pilzen anwende. Diese Technik funktioniert wunderbar und es ist auch keine spezielle Ausrüstung nötig, um diese zu erstellen. Also ist es auch für jeden Anfänger geeignet, der sich mal in das Thema hineinarbeiten möchte.

Die Ausrüstung

Das Wichtigste bei so einer Aufnahme ist ein stabiler Stand für das Stativ. Das heißt, es darf nicht verrutschen oder wackeln. Dies ist die Grundlage für ein Focus Stacking-Bild. Es kann sehr von Vorteil sein, wenn die Mittelsäule des Stativs umklappbar ist. Denn schafft man es, näher an das Objekt heran zu kommen und den optimalen Abstand zum Motiv einzustellen. Aber auch ein Stativ, welches sich ganz flach ausbreiten lässt, würde sich für solche Aufnahmen sehr gut eignen. Um es noch einmal zu verdeutlichen: Wichtig ist, dass das Stativ einen stabilen Stand bietet und man optimal an das Motiv heran kommt.

Der Mindestabstand bei den Objektiven

Für diejenigen, die das vielleicht noch nicht wissen: Jedes Objektiv hat, physikalisch bedingt, einen gewissen Mindestabstand, ab dem das Motiv scharf abgebildet werden kann. Makro-Objektive sind dazu getrimmt, dass dieser Abstand recht gering gehalten wird. So besitzt ein Teleobjektiv zum Beispiel einen Mindestabstand von ca 1,20 m und ein Makro-Objektiv nur einen von 22 cm. Der Vorteil bei den Makros ist der, dass durch den geringen Mindestabstand das Motiv oft formatfüllend aufgenommen werden kann. Im Endeffekt ist es egal, ob nun für das Fokus Stacking ein Makro- oder Teleobjektiv verwendet wird. Es funktioniert ohne Probleme mit beiden Objektiven.

Die Vorbereitung für das Fokus Stacking

Ein einfacher Kabelauslöser reicht für die Aufnahmen vollkommen aus. Dieser sollte im Allgemeinen immer für Makrofotografien verwendet werden, da die kleinsten Schwingungen die Aufnahme verschlechtern lässt. Zudem sollte der Bildstabilisator (falls vorhanden) ausgeschaltet werden und zu guter letzt auf manuellen Fokus gestellt werden. Wenn nun alles aufgebaut und ausgerichtet wurde, wird noch die Belichtungszeit und Blende eingestellt. Die Belichtungszeit sollte nach dem jeweiligen Umgebungslicht eingestellt werden. Falls es zu dunkel sein sollte, so kann immer die Blende geöffnet werden. Beim Fokus Stacking muss nicht unbedingt abgeblendet werden. Mit einer Offenblende erhält man am Ende das gleiche Resultat wie mit einer geschlossenen. Einzig das Problem der chromatische Aberration könnte ein Argument sein, die Blende doch etwas zu schließen.

Allgemein sind Blendenwerte zwischen f/2,5 und f/4 ausreichend um einen guten Kompromiss  zu erzielen. Da von einem Stativ aus fotografiert wird, ist es auch egal, wenn sich die Belichtungszeit etwas verlängert. Den ISO-Wert würde ich für eine gute Qualität auf 100-200 stellen. Mit diesen Werten machte ich bisher immer meine eigenen Focus Stacking-Aufnahmen.

Fokus Stacking – der Plan

Horizontale Richtungen beim Focus Stacking
Horizontale Richtungen beim Focus Stacking

Beim Fokus Stacking sollte vorab eine Art Plan erstellt werden. Keine Sorge, dies muss nicht in einen Schlachtplan ausufern sondern in ein strategisches Vorgehen. So sollten schon einmal Fokuspunkte festgelegt werden. Auf keinen Fall sollten diese nicht auf das Motiv aufgemalt werden oder auf das Dispaly selbst, sondern man sollte sich diese einfach bildlich vorstellen. Bevor der Auslöser gedrückt wird, sollte ein Startpunkt definiert werden. Danach wird die Richtung in einer Art Pfad festgelegt, wie der Fokus dann wandern soll. Dies kann entweder in der horizontalen Richtung sein oder auch in der vertikalen. In der Regel ist eine vertikale Richtung oftmals die günstigere und bessere Richtung. Grund dafür ist, dass dadurch das Bild an Tiefenschärfe gewinnt.

Der gedachte Pfad kann aber nicht nur in einer Richtung verlaufen sondern kann, wenn das Ganze als xy-Koordinatensystem betrachtet wird, auch in negative Achsenrichtung verlaufen. Nehmen wir einmal an, dass wir einen normalen Pilz mit Stil und Hut fotografieren. Der Rand der Pilzhutes ist dann der festgelegte Startpunkt Enden soll das Ganze dann an der Spitze. Wird das Bild später in der Bildbearbeitungssoftware zusammengefügt, so erhält man sicherlich einen sehr scharfen, gut abgebildeten Pilzhut. Das Problem wird aber sein, dass der Pilz-Stil, also alles was sich unterhalb des Hutes sich befindet, Unschärfe an manchen Stellen vorweisen könnte. Diese Problematik ist mir schon selber, bei meinen Aufnahmen, passiert. Die Lösung dafür ist aber echt simpel und liegt auf der Hand.

Qualitätsverbesserung bei Focus Stack Aufnahmen
Qualitätsverbesserung bei Focus Stack Aufnahmen

Um eine wirklich hochwertige und durchgehend scharfe Aufnahmen des Motives zu bekommen, empfiehlt es sich auch auch in der Gegenrichtung (also negative y-Richtung) Fokuspunkte zu setzen. Die so erzeugten Aufnahmen tragen deutlich zu einer besseren Qualität der Aufnahme bei. Dies ist kein Muss – wer kreativ sein will und nur den Pilzhut scharf abgebildet haben möchte, der braucht diesen Schritt in die andere Richtung nicht vollziehen.

Fokus Stacking  – die Aufnahme

Die Aufnahme an sich geht im Prinzip recht schnell. Die Blende und Belichtungszeit wurden ja vorab schon eingestellt. Um was es sich jetzt nur noch dreht, ist das Scharfstellen der vorab festgelegten Fokuspunkten. Eine Makroschiene wäre sicherlich eine Erleichterung für das Einstellen der jeweiligen Punkten. Doch möchte ich an dieser Stelle das manuelle fokussieren beschreiben. Diese Methode funktioniert ebenso sehr gut, nur ist hier etwas mehr Geduld gefragt.

Was auf alle Fälle wichtig ist, dass manuell fotografiert wird. Das heißt: Autofokus ausschalten und auch den Bildstabilisator, falls einer am Objektiv vorhanden sein sollte. Jetzt sollte man in den Live View-Modus der Kamera wechseln. Dort benutzt man die digitalen Lupenfunktion und zoomt an die Stelle, wo der erste Fokuspunkt festgelegt wurde. Nun heißt es scharfstellen. Es ist empfehlenswert mit nur zwei Fingern (Daumen und Zeigefinger) den Fokusring sachte zu drehen, bis die Stelle im Live View scharf dargestellt wird. Ein bisschen hin und her drehen ist auch recht hilfreich, um wirklich den genauen Schärfebereich zu erwischen. Hier ist wirklich etwas Geduld und Feingefühl gefragt.

Wenn der Bereich scharf gestellt wurde, so sollte noch ein wenig gewartet werden, bis die Kamera und das Stativ sich ausgeschwenkt haben. Dann löst man per Kabelauslöser aus. Einen Hinweis noch zur Ergänzung: Der Live View Modus bietet noch einen weiteren Vorteil. Es kann auf die Spiegelvorauslösung verzichtet werden, da der Spiegel im Live View-Modus bereits hochgeklappt ist.

Focus Stacking –  Aufnahmereihe nach Plan

verschiedene Fokuspunkte setzen
verschiedene Fokuspunkte setzen

Nach der ersten Auslösung bewegt man nun im Live View-Modus das Fenster in die Richtung, die vorab als Focus-Pfad festgelegt wurde. Die sollte über das Steuerkreuz an der Kamera ohne weiteres gehen. Ist der zweite Punkt erreicht worden, so wird die selbe Prozedur wie beim ersten Punkt wiederholt. Es sollte eher akribisch gearbeitet werden und wirklich darauf geachtet werden, dass der Fokus scharf gestellt wurde. Die jeweiligen Punkte können auch sehr nahe beieinander liegen. Dies würde der Qualität zu gute kommen, aber auch den Aufwand etwas erhöhen. Ist der Endpunkt erreicht worden, so empfiehlt es sich noch (wie schon geschrieben) die andere Richtung mit aufzunehmen. Je nach Motiv und Form müssen hier gegebenenfalls weniger Fokuspunkte gesetzt werden.

Wichtig ist, dass die Bereiche mit aufgenommen werden, die etwas weiter hinten liegen. Gerade bei Pilzen wächst der Stil nicht immer gerade. Daher kann es sein, dass dieser etwas weiter hinten liegt als der Pilzhut. Diese Punkte sollten immer mit fotografiert werden um auch später ein scharfes, nahtloses Bild zu erhalten.

Focus Stacking – Tipps für bessere Aufnahmen

Um das Optimum aus einer Aufnahmen heraus zu bekommen empfiehlt es sich, dass der Vorder- und Hintergrund ebenso mit fotografiert wird. Dies heißt, dass zusätzlich zu dem Motiv selbst, auch noch ein paar Fokuspunkte vor und hinter dem Motiv gesetzt werden. Dadurch erhöht sich der Detailgrad der Aufnahme sehr stark. Gerade bei den Pilzen macht sich dies immer sehr gut gut, wenn etwas von dem Waldboden mit in der Aufnahme zu sehen ist. Das Bild wirkt in sich dann etwas harmonischer und gibt auch die Herbststimmung wieder, wenn Laub, Tannenzapfen, abgefallene Nadeln oder Moos mit in der Aufnahme zu sehen ist.

Hierzu fährt man im Live View auf die jeweiligen Stellen und fotografiert die ebenso; mit gleicher Kameraeinstellung wie das Motiv zuvor. Das Bildbearbeitungsprogramm wird dies ohne weiteres mit verrechnen können, solange das Stativ oder die Kamera nicht verstellt wurde. Sind alle Aufnahmen gemacht worden, geht es nun über zur Bildbearbeitung am heimischen Rechner.

Die einzelnen Aufnahmen mit Photoshop zusammen rechnen lassen

Wenn die Bilder von der Kamera auf den Rechner übertragen worden sind, geht das Ganze jetzt recht schnell. Wie das genau funktioniert, könnt ihr in unserem Video Tutorial Focus Stacking mit Adobe Photoshop CC anschauen. Dort erkläre ich auch nochmals ausführlich wie bei dem Focus Stacking vorgegangen wird und natürlich wie so ein Focus Stack mittels Photoshop erstellt wird.

Trotzdem möchte ich aber noch an dieser Stelle den Workflow erklären. Für die Bearbeitung der Aufnahmen verwende ich die aktuellste Version von Adobe Photoshop CC und Bridge CC. Wer eine ältere Version von Photoshop besitzen sollte, der kann ohne Probleme auch diese Version benutzen. Die Photoshop Version CS6 kann solche Focus Stack-Aufnahmen verarbeiten, bei älteren Versionen müsste man einfach mal bei Adobe selber nachschauen. Wer statt Bridge, Lightroom verwendet, der kann dies auch ohne Probleme verwenden. Von den Grundfunktionen her sind die beiden Programme ähnlich, nur etwas anderes angeordnet.

Ebenen in Photoshop ausrichten lassen

Zuallererst müssen die Bilder ausgewählt und markiert werden, die für den Focus Stack verwendet werden. Mit gedrückter Shift (Umschalttaste) werden die Bilder ausgewählt, um diese dann als Ebenen-Stapel in Photoshop zu laden. Bis hierhin funktionieren Bridge und Lightroom ähnlich. Der Unterschied liegt in der Anordnung der Funktion zum Laden der Bilder in Photoshop. Bei Adobe Bridge findet man diesen Befehl unter dem Menü Reiter „Werkzeuge -> Photoshop -> Datein in Photoshop-Ebenen laden…„.

Bei Lightroom verhält sich das anders – dort kann man in die ausgewählten Bilder folgendermaßen in Photoshop als Ebenen laden: Mit einem Rechtsklick mit der Maus öffnet sich ein Menü. Unter „Bearbeiten in -> In Photoshop als Ebenen öffnen“ werden dann die ausgewählten Bilder in Photoshop hinein geladen. Photoshop sollte aber schon vorab geöffnet sein.

Nun geht die Bearbeitung in Photoshop weiter. Dort werden nun wieder alle geladen Ebenen ausgewählt. Man wählt dazu die erste Ebene aus und klickt dann mit gedrückter Shift-Taste auf die letzte Ebene. Nun sollten alle Ebenen markiert sein. Als nächster Schritt sollten die Ebenen zueinander ausgerichtet werden. Dieser Schritt ist eher optional und muss nicht unbedingt durchgeführt werden. Um eine hohe Qualität zu erhalten, sollte doch dieser Schritt gemacht werden. Um diese Ebenen nun auszurichten öffnet man mit  „Bearbeiten  -> Ebenen automatisch ausrichten“ diese Funktion. Es erscheint dann ein Optionsmenü, bei dem noch unterschiedliche Einstellungen getätigt werden können.

Dort belässt man alles wie es ist. Das heißt: Projektion auf „Auto“ stellen und bei der Option Objektivkorrektur sollte alles abgewählt sein. Das Ganze wird dann mit OK bestätigt. Nach einer gewissen Rechenzeit, erhält man das Ergebnis. Nun geht es über zum Überblenden der einzelnen Bildern.

Das Überblenden der einzelnen Aufnahmen zum fertigen Focus Stack

Das finale Focus Stack-Bild ist so gut wie fertig. Was jetzt noch fehlt, ist das Überblenden der scharfen Bereich, um so ein durchgängiges scharfes Motiv zu erhalten. Die Auswahl der Bilder sollte noch vorhanden sein. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, so sollten wieder alle Ebenen ausgewählt werden. Wenn dies geschehen ist, so findet man unter dem Menü „Bearbeiten -> Ebenen automatisch überblenden“ die gewünschte Option. Auch hier öffnet sich wieder ein Optionsmenü. Hier kann zwischen Panorama und Bilder stapeln ausgewählt werden. Für das Focus Stacking wählt man die Option „Bilder stapeln“ und setzt einen Haken bei „Nahtlose Töne und Farben“. In der Regel ist diese Option schon vorab ausgewählt. Nun wird das Ganze mit OK bestätigt und Photoshop errechnet jetzt das fertige Bild.

 

Das Ergebnis sieht dabei folgendermaßen aus: Die Ebenen haben alle eine Ebenenmaske erhalten, in dem der jeweilige unscharfe Anteil ausmaskiert wurde. Alle Ebenen zusammen ergeben dann die Gesamtkomposition, also das fertige Focus Stack-Bild. Diese Ebenen wird jetzt noch im Anschluss zu einer einzelnen Ebene zusammengeführt. Dieses kann über das Tastenkürzel STRG + E bei Windows Rechnern oder die Command Taste + E bei Apple sein. Alternativ kann auch mit einem Rechtsklick auf eine Ebene die Option „Auf eine Ebene reduzieren“ verwendet werden, um so die Ebenen zusammenzufügen.

Nun kann das Ergebnis betrachtet werden und gegebenenfalls retuschiert und nachgeschärft werden. Es können auch Filter benutzt werden um die Aufnahme noch farblich zu optimieren. Diesen Focus Stack kann nun wie ein normales Bild, frei nach dem eigenen Geschmack, noch bearbeitet werden.

Wir hoffen, dass wir von Naturbilder-Magazin.de, euch mit diesem kleinen Tutorial das Thema Focus Stacking etwas näher bringen konnten. Es ist keine schwere fotografische Technik. Alles was gebraucht wird, ist etwas mehr Geduld als sonst, um so eine Aufnahme zu erstellen. Viel Spaß dabei und gutes Licht!

 

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