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Drohnen EU Kompetenz Nachweis der Unterkategorie A1 A2 und A3 Beitragsbild

Drohnen EU Kompetenz Nachweis A1, A2 und A3

Seit 1.1.2021 gilt in der EU eine neue Verordnung für Drohnenpiloten: EU-Vorschrift VO (EU) 2019/947. Dies bedeutet, dass Drohnen in eine Kategorie, nach ihrem jeweiligen Gewicht unterteilt wurden. Der kleine Drohnen „Führerschein“ wird dabei in die Kategorien A1 und A3 unterteilt. Die kostenlose Prüfung für den Drohnen Kompetenz Nachweis muss jeder online ablegen und bestehen. Was genau die einzelnen Klassen bedeuten, wird im Laufe des Artikel noch genauer beschrieben.

Welche Drohnen sind betroffen?

Alle Drohnen ab einem Startgewicht von 250gr sind von dieser Verordnung betroffen. Drohnen, die weniger als 250gr wiegen und über eine Kamera verfügen, fallen ebenso unter diese Verordnung.

Allgemeine Informationen

Folgende Regeln müssen ab dem 1.1.2021 europaweit, für alle Drohnenpiloten, eingehalten werden. Dabei gibt das Luftfahrt Bundesamt folgende allgemeine Informationen bekannt, die für die „offenen“ Betriebskategorie (A1, A2, A3) gelten.

  • Maximale Flughöhe 120 m über Grund
  • Ständiger Sichtkontakt zum UAS
  • Mindestalter des Fernpiloten 16 Jahre
  • Höchstzulässige Startmasse unter 25 kg
  • kein Transport gefährlicher Güter
  • kein Abwurf von Gegenständen

Bei dem Begriff „offenen Betriebskategorie“ eines UAS (Unmanned Aircraft System), sind dabei alle Drohnen inbegriffen, bei denen das geringste Risiko im Betrieb zugeordnet wird. Das heißt, dass bei einem Unfall „nur“ ein relativ geringer Schaden entsteht kann.

Desweitern darf der Fernpilot das UAS nicht über Menschenansammlung fliegen. Eine sicheren Entfernung zu Menschen muss immer gewährleistet sein.

Was ist ab dem 1.1.2021 für Dohnen Plicht?

Der Führerschein für Drohnen ist eine Verordnung, die für die EU, inklusive der Schweiz und Norwegen, gilt. Diese beinhaltet, dass jeder Drohnenpilot sich registrieren muss und den schon genannten Kompetenz Nachweis ablegen muss.

Die UAS-Betreiber-Nummer 

Bei der UAS-Betreiber-Nummer handelt es sich um die Registrierungsnummer des Drohnenpiloten, welche auf jede Drohne angebracht werden muss. Dabei ist es egal wie viele Drohnen ein Pilot besitzt, wichtig ist nur, dass diese ID (e-ID) an jede angebracht werden muss. Es wird auch empfohlen, eine Telefonnummer oder E-Mail Adresse mit auf das Schild aufzunehmen, falls die Drohne einmal verloren gehen sollte.

Die Registrierung ist Pflicht und erfordert folgende Punkte:

  • Angaben zur Person / Anschrift und Geburtsdatum
  • Haftpflicht Versicherungsnummer für Drohnen
  • Kopie eines amtlichen Ausweis zur Identitätsbestätigung

Desweitern wird muss der Kompetenz Nachweis für A1/A3 erfolgreich abgeschlossen sein, um die Betreibernummer (e-ID) zu erhalten. Wenn alle Punkte überprüft wurden, so wird einem die UAS-Betreiber-Nummer erteilt.

Wichtig ist, dass die Nummer nicht mit der Fernpiloten-ID verwechselt wird. Diese wird jedem automatisch zugeteilt, der sich auf dem Webportal Openuva des Luftfahrtbundesamt registriert.

Wenn die e-ID erteilt wurde, so muss diese auch umgehend an die Drohne angebracht werden. Denn sonst würde das UAS nicht ordnungsgemäß betrieben werden. Aktuell gibt es aber noch eine Übergangsfrist. So ist es auch gestattet eine Drohne zu betreiben wenn folgendes Erfüllt ist:

Betreiber, die sich noch nicht registriert haben
oder denen die individuelle Registrierungsnummer noch nicht zugewiesen wurde, müssen stattdessen ihren Namen und ihre vollständige Adresse auf dem unbemannten Luftfahrzeug anbringen. Name und Adresse sind in einer Form anzubringen, die eine leichte Identifizierung des Betreibers ermöglicht.

Quelle: Luftfahrtbundesamt https://www.lba.de/SharedDocs/Downloads/DE/B/B5_UAS/Allgmeinverfuegu ng.pdf (07.01.2021)

Die Übergangsfrist dauert vom 31.12.2020 gibt es bis zum 31.4.2021. Das bedeutet, wer noch keine e-ID erhalten hat, der muss zum Beispiel mit einem Adresskleber die Drohne mit seiner Anschrift beschriften. Dabei ist es egal, wie schwer die Drohne ist.

Der Kompetenznachweis – Drohnenführerschein

Der Kompetenznachweis für UAS, welchen man nach dem erfolgreichen Ablegen der Prüfung erhält, muss der Drohnenpilot immer bei sich führen. Dieser liegt auf dem Portal des Luftfahrt Bundesamtes als PDF Datei bereit und kann auch später immer wieder heruntergeladen werden.

Es ist Pflicht, dass dieser Ausdruck auf einem A4 Blatt oder im Scheckkarten Format, bei jedem Flug mit der Drohnen, bei dem Piloten vorhanden sein. Wichtig dabei ist, dass der QR-Code maschinenlesbar sein muss, da es sich dabei um ein Sicherheitsmerkmal handelt.

Der Kompetenznachweis ist für fünf Jahre gültig. Danach muss der Online-Test wiederholt werden. Bis dahin kann jeder Drohnenpilot alle Drohnen die er in der Unterkategorie A1 und A3 besitzt, fliegen. Voraussetzung ist die Kennzeichnung der jeweiligen Drohnen mit der e-ID.

Der Drohnenführerschein behält für fünf Jahre seine Gültigkeit. Danach muss die Prüfung wiederholt werden.

Die Unterkategorie A1, A2, A3

Die offene Kategorie ist die Kategorie die bei es am wenigsten reglementiert ist. Es ist dabei zu beachten, dass für die Unterkategorie A1 und A3 der einfache Onlinetest ausreicht. Für die Unterkategorie A2 ist neben der Online-Prüfung auch noch eine zusätzliche Theoretische-Prüfung an einer zertifizierten Prüfstelle nötig. Grund dafür ist, dass die Drohne mit dem A2 Zeugnis näher (mit Sicherheitsabstand) an unbeteiligten Menschen geflogen werden darf.

Unterkategorie A1

In dieser Unterkategorie kommen UAS mit einer höchstzulässigen Startmasse von unter 900gr zum Einsatz. Mit UAS der Unterkategorie A1 darf an unbeteiligte Personen herangeflogen werden, wobei vermieden werden sollte diese zu überfliegen.

Um in der Unterkategorie A1 fliegen zu dürfen, muss der Fernpilot einen Online-Lehrgang absolvieren und erfolgreich eine Online-Theorieprüfung erfolgreich abgeschlossen haben.

Unterkategorie A2

Für die Unterkategorie A2 ist noch eine zusätzliche Prüfung, für das A2 Fernpiloten-Zeugnis, erforderlich.

Die Prüfung der Unterkategorie A2 ist für alle UAS mit einer höchstzulässigen Startmasse bis zu 4 kg erforderlich. Um das Zeugnis zu erhalten müssen die folgenden Bedingungen sein:

  • Inhaber eines EU-Kompetenznachweis A1 / A3
  • Abschluss eines praktischen Selbststudiums der Betriebsbedingungen für UAS der Unterkategorie A3
  • Schriftliche Erklärung über den Abschluss des praktischen Selbststudiums
  • Bestehen einer zusätzlichen Theorieprüfung bei einer vom Luftfahrt-Bundesamt benannten Prüfstelle für Fernpiloten

Unterkategorie A3

Diese Unterkategorie ist für alle UAS die weniger als 25 kg Höchstabflugmasse besitzen. Die Drohnen dürfen in dieser Unterkategorie nur betrieben werden, wenn es nach eigenem rationalem Ermessen sicher gestellt wurde, dass während des gesamten Fluges keine unbeteiligten Personen gefährdet werden. Dazu ist auch ein Mindestabstand von 150 m zu Wohn-, Gewerbe-, Industrie- oder Erholungsgebieten während des Fluges mit der UAS einzuhalten.

Um in der Unterkategorie A3 fliegen zu dürfen, muss der Fernpilot einen Online-Lehrgang absolvieren und diesen erfolgreich mit einer Online-Theorieprüfung abschließen. Diese ist die selbe Prüfung wie bei der Unterkategorie A1. Daher werden bei einem erfolgreichen Bestehen beide Unterkategorien A1 und A3 im Kompetenznachweiß angegeben. Dies bedeutet wiederum, dass diese Prüfung nur einmal gemacht werden muss um in beiden Unterkategorien fliegen zu dürfen.

Die Qual der Wahl

Die Frage, welche Drohne man kaufen sollte ist momentan doch etwas schwerer. Gerade bei einer beliebten Drohne des Marktführers, haben viele Drohnenpiloten das Problem, dass das UAS über 900gr wiegt. Dies bedeutet, dass die Prüfung A2 erforderlich ist. Je nach Institut, bei der die Prüfung abgelegt wird, kann dies ein deutlicher Kostenanstieg bei der Anschaffung einer Drohne bedeuten. Für professionelle Drohnen-Videografen / -Fotografen lohnt sich diese Prüfung auf alle Fälle. Für alle anderen kann nur die Empfehlung geben sich eine Drohne mit einem geringeren Masse zu besorgen.

Dies muss aber jeder selbst für sich entscheiden. Auf alle Fälle gilt, wer eine Drohne im europäischen Raum fliegt, der muss den Kompetenznachweis vorzeigen können. Dies ist Pflicht! Ansonsten fliegt jeder illegal und verletzt den Luftraum. Wer sich rechtlich informieren möchte, dem empfehlen wir den Blog-Beitrag von Herrn Rechtsanwalt Solmecke auf seiner Internetseite. Der Schwerpunkt dieses Artikel liegt dabei auf der juristischen Seite der EU Drohnenverordnung.

Bürokratie hin oder her, auf alle Fälle sollte sich niemand entmutigen lassen mit seiner Drohne schöne Video- und Landschaftsaufnahmen zu machen. Der Kompetenznachweis sollte für niemanden ein Hindernis darstellen, denn diesen kann ohne Probleme immer wiederholt werden. Im Prinzip geht es auch darum, sich mit den Flugregeln und seinem Fluggerät einmal intensiv auseinander zusetzen.

Wichtige Links:

Online Trainingskurs

https://lba-openuav.de/onlinekurs/

Online Prüfung zum Kompetenznachweis A1/A3

https://lba-openuav.de/pruefung/